Anzeige
Bei "Maybritt Illner"

Klingbeil und Söder kündigen "sehr starke" Einsparungen beim Staat an

  • Veröffentlicht: 04.04.2025
  • 12:36 Uhr
  • Michael Reimers
Von links nach rechts: Friedrich Merz, Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Bundesvorsitzender, Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, Lars Klingbeil, SPD-Fraktions- und Bundesvorsitzender, und Saskia Esken, SPD-Bundesvorsitzende, kommen zur Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD.
Von links nach rechts: Friedrich Merz, Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Bundesvorsitzender, Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, Lars Klingbeil, SPD-Fraktions- und Bundesvorsitzender, und Saskia Esken, SPD-Bundesvorsitzende, kommen zur Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD.© Michael Kappeler/dpa

In den laufenden Koalitionsverhandlungen sind nach Aussage von SPD-Chef Klingbeil und CSU-Chef Söder große Einsparungen beim Bürgergeld, beim Heizungsgesetz und auch beim Staat im Gespräch.

Anzeige

Inhalt

CSU-Chef Markus Söder und der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil geben sich optimistisch, dass die Koalitionsverhandlungen erfolgreich sein und zur Bildung einer schwarz-roten Regierung führen werden. Er glaube nicht, dass die Gespräche noch scheitern könnten, sagte Bayerns Ministerpräsident am Donnerstag (3. April) in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".

Anzeige
Anzeige
Donald Trump, Wladimir Putin, Olaf Scholz

Immer frisch, immer aktuell! News aus Deutschland und der Welt

KOSTENLOS auf Joyn: Die neuesten Videos zu News und Hintergründen jetzt streamen!

"Wir müssen das ja auch schaffen", sagte Söder in der Polit-Talkshow. "Wir haben eine große Chance, wir haben eine Riesenverantwortung, und ich glaube, die wollen wir wahrnehmen und die werden wir auch wahrnehmen."

Söder und Klingbeil einig in puncto Einsparungen

SPD-Chefverhandler Klingbeil äußerte sich ähnlich zuversichtlich: "Wir werden gründlich verhandeln, dann gibt es eine Abstimmung und dann, bin ich mir sicher, gibt es ein Votum der SPD-Mitglieder, zu einem guten Koalitionsvertrag 'Ja' zu sagen."

"Schwarz-roter Streit ums Geld - wachsen nur die Schulden?" hieß das Thema der Sendung und entsprechend beschäftigte sich die Gesprächsrunde hauptsächlich mit der Finanzierung der geplanten Regierungsvorhaben von CDU/CSU und SPD. Im Fokus der Koalitionsverhandlungen steht nach Angaben von Söder und Klingbeil insbesondere die Konsolidierung des Kernhaushaltes. "Wir werden aus Bürgergeld, wir werden aus dem Heizgesetz konsolidieren", sagte Söder und ergänzte: "Wir sparen übrigens auch beim Staat selbst sehr stark."

Anzeige
Anzeige
Die Union plant, CDU-Chef Friedrich Merz am 23. April zum Bundeskanzler wählen zu lassen.
News

Nicht mehr "GroKo"

Merz will anderen Namen für neue Koalition

CDU-Chef Friedrich Merz hält den Begriff "GroKo" für überholt und sucht nach einer neuen Bezeichnung für die angestrebte Koalition mit der SPD.

  • 24.03.2025
  • 03:27 Uhr

Ausweitung der Mütterrente steht nicht zur Disposition

Derzeit gehe es in den Koalitionsverhandlungen um die Einsparvolumen, so Söder. Genaueres könne man aber vereinbarungsgemäß noch nicht öffentlich machen. Kein Sparpotenzial sieht der CSU-Verhandler jedoch in der umstrittenen Ausweitung der Mütterrente auf alle Jahrgänge.

Lars Klingbeil wollte sich zu konkreten Summen nicht äußern, räumte aber ein, dass es "natürlich Einsparmöglichkeiten im Haushalt" gebe. Diese bespreche man jedoch nicht im Fernsehen, sondern in den Verhandlungen. "Ganz wichtig ist, dass wir das Signal setzen, der Staat spart auch bei sich selbst", so Klingbeil.

Anzeige
Anzeige

Bürokratie-Abbau soll Geld sparen

Insbesondere Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung seien nötig, so Klingbeil. "Es macht in Deutschland keinen Spaß mehr, ein Unternehmen zu gründen", sagte der SPD-Chef. Entbürokratisierung könne "ganz simpel" dadurch geregelt werden, dass "Kontrollen runtergefahren werden und die Haftung wird hochgefahren". "Wir geben den Unternehmen mehr Vertrauen und wenn die gegen Regeln verstoßen, dann spüren sie es richtig hart", so Klingbeil.

Anzeige

Söder stimmte zu, dass es erheblichen Reformdruck gebe. Es gehe um die Rahmenbedingungen, die die künftige Koalition setze. Dazu gehöre unbedingt auch die Bürokratieentlastung. Bei den Berichtspflichten etwa werde man "einen großen Satz nach vorn machen können", kündigte der CSU-Vorsitzende an.

  • Verwendete Quellen:
  • ZDF-Pressemitteilung: "Söder und Klingbeil bei 'illner': Wir werden auch beim Staat sparen"
Mehr News
Trump National Security Agency
News

Entlassung des NSA-Chefs: Auf diese ultrarechte Aktivistin hört Trump

  • 04.04.2025
  • 20:55 Uhr
Alle :newstime-Sendungen finden Sie jederzeit kostenlos auf Joyn