Präsident macht Andeutungen
Selenskyj zum Ukraine-Krieg: Kämpfen auch Soldaten aus China auf russischer Seite?
- Aktualisiert: 09.04.2025
- 09:22 Uhr
- Max Strumberger
Russland und die Ukraine greifen im Krieg nicht nur auf Waffenlieferungen ihrer Verbündeten zurück, auch ausländische Staatsbürger kämpfen für beide Seiten. Kiew hat nun neue Gefangene präsentiert.
Das Wichtigste in Kürze
Im Ukraine-Krieg kämpfen auf russischer Seite offenbar auch Chinesen.
Darauf machte Präsident Selenskyj mit einer neuen Videobotschaft aufmerksam.
Zuvor war bekannt, dass auch nordkoreanische Soldaten für Kreml-Diktator Putin in den Krieg ziehen.
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei in der russischen Armee kämpfende chinesische Staatsbürger gefangen genommen. "Es gibt die Dokumente der Gefangenen, Bankkarten, persönliche Daten", schrieb der Staatschef bei Telegram und veröffentlichte ein Video mit Bildern eines der Gefangenen. Die Gefangennahme soll im ostukrainischen Gebiet Donezk erfolgt sein. "Wir haben Informationen darüber, dass es weitaus mehr solcher Bürger Chinas in den Einheiten der Besatzer gibt", betonte Selenskyj.
Noch keine Äußerung von Peking zu den Anschuldigungen
Der Präsident wies den ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha an, unverzüglich von Peking eine Reaktion einzufordern. Für ihn sei das ein klares Signal, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg nicht beenden und stattdessen weiterkämpfen wolle. "Das erfordert unbedingt eine Reaktion. Eine Reaktion der USA, Europas und aller in der Welt, die wollen, dass Frieden herrscht", unterstrich Selenskyj. Die chinesischen Kriegsgefangenen befinden sich demnach beim ukrainischen Geheimdienst SBU.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Auf russischer Seite wurden bereits Einheiten der nordkoreanischen Armee eingesetzt. Für Kiew kämpfen nach eigenen Angaben Tausende ausländische Staatsangehörige freiwillig.
- Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa