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Seit 2021 für tot erklärt

Bilder sollen ihn in Moskau zeigen: Ist Ex-Tengelmann-Boss Karl-Erivan Haub noch am Leben?

  • Veröffentlicht: 21.03.2025
  • 11:24 Uhr
  • Joachim Vonderthann
Der frühere Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub bei einer Bilanz-Pressekonferenz im Juli 2016
Der frühere Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub bei einer Bilanz-Pressekonferenz im Juli 2016© Sepp Spiegl/imago

2018 verschwand der Unternehmer unter mysteriösen Umständen, 2021 wurde er für tot erklärt: Jetzt sollen Fotos Karl-Erivan Haub lebend in Moskau zeigen, doch viele Fragen bleiben offen.

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Inhalt

  • Lebt der verschwundene Milliardär Haub doch noch?
  • Bilder aus Moskau geben Rätsel auf

Karl-Erivan Haub, ehemaliger Chef des Tengelmann-Konzerns, verschwand 2018 spurlos während einer Skitour im schweizerischen Zermatt. Trotz intensiver, aber erfolgloser Suchaktionen wurde er im Mai 2021 vom Amtsgericht Köln offiziell für tot erklärt. Nun sorgen neue Fotos, die ihn angeblich 2021 in Moskau zeigen, für Aufsehen. Diese Bilder wurden von Privatermittlern entdeckt und vom "Manager Magazin" veröffentlicht, jedoch sind sie unscharf und die Identität des Mannes darauf bleibt fraglich.

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Lebt der verschwundene Milliardär Haub doch noch?

Es gibt Hinweise auf Haubs Kontakte nach Moskau, darunter Telefonate mit einer russischen Event-Managerin kurz vor seinem Verschwinden. Diese Verbindung wirft die Frage auf, ob der Unternehmer möglicherweise untergetaucht ist. Forensische Gutachten stützen diese Theorie dem Bericht zufolge teilweise, indem sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Bilder Haub zeigen, auf bis zu 99 Prozent beziffern. Doch die fehlenden Rohdaten der Aufnahmen lassen Raum für Zweifel und Spekulationen über mögliche Manipulationen.

Die Enthüllung der Bilder setzt auch Haubs Bruder Christian unter Druck. Er hatte eidesstattlich versichert, keine Hinweise auf das Überleben seines Bruders zu haben. Diese Aussage könnte nun durch die Fotos infrage gestellt werden, was zu rechtlichen Konsequenzen führen könnte. Christian Haub bestreitet die Echtheit der Aufnahmen und sieht sie als Fälschungen an. Es handle sich bei dem Mann auf den Fotos der Moskauer Überwachungskameras keinesfalls um seinen Bruder, ließ er über seinen Anwalt ausrichten.

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Bilder aus Moskau geben Rätsel auf

Darüber hinaus gibt es Vermutungen über Haubs Geschäftsverbindungen nach Russland und mögliche Konflikte mit der russischen Mafia. Der verstorbene Oligarch Sergej Grischin und andere russische Geschäftsleute könnten eine Rolle in diesem komplexen Fall gespielt haben. Die Ermittler prüfen, ob Haub sich aufgrund dubioser Geschäfte in Russland mit Hilfe russischer Kontakte nach Moskau abgesetzt hat.

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Der Fall hat internationale Dimensionen erreicht, da auch FBI und CIA unmittelbar nach Haubs Verschwinden am Matterhorn aktiv waren. Seine Kontakte zu einflussreichen Kreisen in den USA und Deutschland werfen weitere Fragen auf. "Die Privatermittler befürchten, er könne seine einflussreiche Position genutzt haben, um russischen Interessen zu dienen", sagte die RTL-Investigativjournalistin Liv von Boetticher,  die seit Jahren im Fall Haub recherchiert.

  • Verwendete Quellen:
  • T-Online: "Mysteriöse Bilder – Lebt Karl-Erivan Haub in Moskau?
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