In Wüste Gobi
Duonychus tsogtbaatari: Neuartiger Dinosaurier mit riesigen Krallen entdeckt
- Veröffentlicht: 27.03.2025
- 13:38 Uhr
- Max Strumberger
Forscher haben in der mongolischen Wüste Gobi den Duonychus tsogtbaatari entdeckt, eine neue Dinosaurierart der Therizinosaurier. Diese Entdeckung von Yoshitsugu Kobayashi und seinem Team erweitert unser Wissen über die Evolution der Theropoden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Duonychus tsogtbaatari, eine neue Dinosaurierart, wurde in der Gobi-Wüste entdeckt.
Diese Therizinosaurier-Art, von Yoshitsugu Kobayashi und seinem Team erforscht, zeigt einzigartige Merkmale.
Seine Krallen waren rund 30 Zentimeter lang.
Wissenschaftler haben in der Wüste Gobi in der Mongolei eine neue Dinosaurierart entdeckt: den Duonychus tsogtbaatari. Diese neue Art gehört zur Gruppe der Therizinosaurier, die während der Kreidezeit in Asien und Nordamerika lebten. Sie wurde von dem japanischen Paläontologen Yoshitsugu Kobayashi und seinem Team von der Universität Hokkaido aus der Bayanshiree-Formation aus der Ober-Kreide-Zeit in der Gobi-Wüste geborgen.
Duonychus tsogtbaatari hatte 30 Zentimeter lange Klauen
Therizinosaurier sind bekannt für ihre drei-fingrigen Hände mit großen, krallenartigen Ungualen, doch die neu entdeckte Art weist eine bemerkenswerte Abweichung auf: der Duonychus tsogtbaatari besitzt nur zwei Finger an seiner klauenartigen Hand. Diese Kralle erreicht eine Länge von etwa 30 Zentimetern, was im Vergleich zu seiner Körperhöhe von drei Metern und einem Gewicht von rund 260 Kilogramm erheblich ist.
Trotz seiner bedrohlich aussehenden Klauen setzte der Duonychus diese den wissenschaftlichen Erkennnissen nach nicht zur Jagd auf andere Dinosaurier ein. Stattdessen nutzte er seine Finger zum Greifen von Nahrung: "Obwohl Duonychus nur zwei funktionsfähige Finger hatte, war er wahrscheinlich ein effektiver Greifer, wenn man die extreme Beugung des Klauengelenks und die starke Krümmung der Klauen bedenkt", schreiben Kobayashi und seine Kollegen.
Fund erlaubt detaillierte Rekonstruktion
"Ausgehend von der Form des Handgelenks und den Abmessungen der Hornklaue könnte Duonychus Äste mit einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern gegriffen haben", heißt es in der Studie weiter. Die Wissenschaftler schließen eine Nutzung der Krallen zu Verteidigung, Balz, Territorialität, also der Kennzeichnung des eigenen Reviers, oder Spiel nicht aus.
Neben den gut erhaltenen Krallen fanden die Forscher:innen ebenfalls Teile der Wirbelsäule, des Schwanzes, der Hüften, der Arme und der Beine, wodurch es Kobayashi und seine, Team gelang, eines detailliertes Abbild des Dinosauriers zu erstellen. Insgesamt erweitert die Entdeckung von Duonychus tsogtbaatari unser Wissen über die Therizinosaurier und die Evolution der Theropoden.
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