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"Psychologisch extrem instabil"

Nach Kritik an Putin: Russische Propaganda knöpft sich Trump vor

  • Aktualisiert: 04.04.2025
  • 09:16 Uhr
  • Benedikt Rammer
US-Präsident Trump wird aus Russland scharf angegangen.
US-Präsident Trump wird aus Russland scharf angegangen.© Uncredited/Pool/AP/dpa

Donald Trump gerät ins Fadenkreuz russischer Propagandist:innen, nachdem er sich kritisch über Wladimir Putin geäußert hat. Drohungen mit Nuklearwaffen und psychologische Angriffe bestimmen die Rhetorik.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Russische Propagandisten kritisieren Trump wegen seiner Haltung gegenüber Putin.

  • Trump wird als psychologisch instabil bezeichnet und seine Stärke infrage gestellt.

  • Russland droht mit dem Einsatz seines strategischen Waffenarsenals.

Die Beziehung zwischen Donald Trump und Russland ist seit jeher kompliziert, und in den vergangenen Wochen schien sich Trump dem Kreml anzunähern. Doch jüngst zeigte sich der US-Präsident verärgert über Wladimir Putin und drohte ihm mit Sanktionen, sollte der russische Präsident "seine Aufgabe nicht erfüllen". Diese Haltung kommt in Moskau nicht gut an und löst eine Welle der Kritik im russischen Staatsfernsehen aus.

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Propagandisten ledern gegen Trump

Im russischen Staats-TV zerreißen die Propagandist:innen Trumps Verhalten mit Genuss. Politikwissenschaftler Dmitry Kulikow nannte Trump laut der "Frankfurt Rundschau" "psychologisch extrem instabil" und prophezeite ein schlechtes Ende für ihn. Kulikow kritisierte Trumps Unberechenbarkeit und bezweifelte dessen Fähigkeit, einen Friedensschluss mit der Ukraine zu erreichen. Trump könne nicht wie ein "Gauner aus Brooklyn" tun, der einen Deal machen wolle. Auch Trumps ehemalige Partner in Gesprächen, wie Elon Musk, wurden von Kulikow verspottet.

Ökonom Mikhail Khazin kritisierte ebenfalls Trump und stellte seine Stärke infrage. Co-Gastgeberin Marina Kim spekulierte über einen möglichen Krieg, den Trump beginnen könnte, und nannte Iran und Jemen als mögliche Ziele. Wladimir Solowjow, der Gastgeber der Sendung, äußerte sich zu einem Videoclip von Trumps Sprecherin Karoline Leavitt und zeigte sich unzufrieden mit der Art und Weise, wie darin Unzufriedenheit gegenüber Russland formuliert wurde. "Allein schon die Wortwahl, dass jemand Unmut über Mütterchen Russland ausdrückt“, missfiel Solowjow, ebenso wie Forderungen des finnischen Präsidenten Alexander Stubb nach einer Frist für einen Friedensschluss. "Wem schulden wir das?", fragte Solowjow in die Runde.

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Russen-Moderator droht mit Nuklearwaffen

Putins TV-Host Solowjow nutzte die Gelegenheit auch, um den Westen zu bedrohen. Er erinnerte daran, dass Russland über das "modernste Arsenal strategischer Waffen" verfüge, darunter Atomwaffen. Diese könnten jede Art von Unmut mit "kolossaler Geschwindigkeit" lösen. Solowjow, ein prominenter Vertreter russischer Propaganda, wird von der EU und Kanada sanktioniert und ist bekannt für seine kontroversen Ansichten.

  • Verwendete Quellen
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